Presse aktuell

Das wohlige Klangbad eines Spitzen-Kammerchors

Hugo-Distler-Ensemble aus Lüneburg gestaltet vor großem Publikum das erste Konzert in der frisch gestrichenen Großen Kirche

BEREMERHAVEN. Irgendwo zwischen „olivgrün“ und „güldengrün“, wie Pastor Dirk Scheider in seiner Begrüßung anmerkte, präsentiert sich die frisch gestrichene Große Kirche. Doch die riesige Besucherschar war keineswegs nur - frei nach Goethe - „zum Schauen bestellt“. Kantor David Schollmeyer hatte zum offiziellen Empfang nach der Renovierung auch seinen „persönlichen Lieblingskammerchor“ eingeladen. Beim Hugo-Distler-Emsemble aus Lüneburg lohnte es sich, die Ohren zu spitzen.

Chorleiter Erik Matz legt hörbar besonderen Wert auf einen homogenen, ausgewogenen Grundton. Seine 16 Sängerinnen und 9 Sänger pflegen eine warme, harmonisch runde, wohltönend in sich ruhende Klanglichkeit - ein Vollbad für die Gehörnerven.

Die Herren meist in der Mitte, die Damen locker an den Seiten: In dieser Aufstellung ging es durch europäische Psalmvertonungen aus vier Jahrhunderten. Gleich im „Psallite Domino“ des Shakespeare-Zeitgenossen William Byrd und in der Mottette „Wie lieblich sind deine Wohhnungen“ des Schütz-Freundes Andreas Hammerschmidt beeindruckten der ruhige Fluss und die schwebende Leichtigkeit dieses A-cappella-Singens.

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... finden sich ein paar Hörbeispiele:

William Byrd:
Psalite Domino

(17.Juli 2015, St.-Marien-Kirche Lüneburg)

Andreas Hammerschmidt:
Wie lieblich sind deine Wohnungen

(17.Juli 2015, St.-Marien-Kirche Lüneburg)

 

Pressespiegel

08.12.2014, Landeszeitung für die Lüneburger Heide

Über den lieblichen Schlaf des Jesuskindes

Konzert des Hugo-Distler-Ensembles in der St. Nikolaikirche

aat Lüneburg. Von menschlichem Dunkel und dem nahenden, Hoffnung bringenden Morgenstem als Symbol Christi kündigt das 1938 erschienene Gedicht Jochen Kleppers „Die Nacht ist vorgedrungen“. Der
thüringische Kantor Johannes Petzold vertonte es, und seitdem ist dieses Lied fester Bestandteil diverser Gesangbücher. Der 1955 geborene Kirchenmusiker Christoph Burkhardt schrieb zur Melodie einen empfindsamen Chorsatz, mit dem das Hugo-Distler-Ensemble unter Gastdirigent Frank Löhr sein besinnliches Adventskonzert in St. Nikolai eroffnete.

Sanfte leise Töne voller unterschwelliger Strahlkraft unterstrichen die von Sanftmut geprägte Prunklosigkeit dieses Liedes. Frank Löhr, der in St. Nikolai bisher vor allem als Leiter des Ahrensburger Kammerorchesters auftrat, zeigte sich als feinnerviger Chordirigent, der das hervonagend disponierte Ensemble weit gefächerte dynamische Bögen spannen ließ. Auf jede Nuance seines konzentrierten Dirigats reagierten die rund 25 Sängerinnen und Sänger des seit 1988 bestehenden A-cappella-Chors, der normalerweise von Eric Matz in Uelzen geschult und geleitet wird.

Werke aus der Übergangszeit zwischen Renaissance und Barock, vier Motetten aus dem 20. Jh. von Francis Poulenc sowie Gesänge von Gibbons, Rheinberger und Frank Löhr bildeten die drei großen Abschnitte des chorisch anspruchsvollen und stilistisch vielschichtigen Programms. Als Intermezzi fungierten zwei adventliche Choralvorspiele über das Lied „Nun komm der Heiden Heiland“, eines von Buxtehude (BuxWV 211, das andere von Johann Sebastian Bach (BWV 659), ornamentiert von Nikolai-Kantor Stephan Metzger-Frey an der romantischen großen Orgel.

Seit seiner Teilnahme am Deutschen Chorwettbewerb Dortmund vor vier Iahren darf der Chor sich zu den besten zehn Kammerehören Deutschlands zählen. Seine Klasse bestätigte das Ensemble an diesem Abend mit wohlklingenden Sätzen von Hassler („Verbum caro“), Prätorius („Der Morgenstern“), de Victoria („O Magnum Mysterium“) und Monteverdi („Rutilante in nocte“).

Lebendige transpare Klangenergie bei größtmöglicher Textverständlichkeit zu kreieren, gehört zu den Stärken des Dirigenten Frank Löhr, der auch zwei eigene Kompositionen bot. Gerahmt von Rheinbergers hochromantischer Adventsmotette „Prope est Dominum“ und „Thus Angels sung“ des Barockmeisters Orlando Gibbons, erklangen zwei Weihnachtslieder aus Frankreich und England, die Löhr effektvoll für 4- und 6-stimmigen Chor arrangierte. „Entre le bœuf et l’ane gris“ („Zwischen Ochs und Grauesel“), besingt mit himmlisch zarten Floskeln und wiegenden Refrains den lieblichen Schlaf des Jesuskindes; das traditionelle englische Weihnachtslied „Comfort an Joy“ akzentuiert durch Löhrs Handschrift weihnachtlichen Jubel. Am Ende gab es viel Applaus aus dem voll besetzten Mittelschiff.

(Landeszeitung für die Lüneburger Heide, 08.12.2014)


02.06.2014, Kreiszeitung Syke

Hugo-Distler-Ensemble aus Lüneburg besticht durch Vielstimmigkeit und Perfektion

Applaus – erst zaghaft, dann frenetisch

Bassum - Das Hugo-Distler-Ensemble begeisterte am Freitagabend das Publikum in der Stiftskirche. Dirigent Erik Matz führte seine Sängerinnen und Sänger unaufgeregt und mit viel positiver Ausstrahlung zu einer bravourösen Leistung, die auch fachkundige Zuhörer am Ende außerordentlich lobten.

„Sie haben vor etwa 30 Jahren ihre ersten Orgelstunden hier in Bassum gehabt“, erinnerte Dr. Jürgen Rosendahl als Vertreter des Kirchenvorstandes in seiner Begrüßungsansprache den gebürtigen Bassumer Dirigenten an dessen Anfänge.

altUnd die Zuhörer wurden nicht enttäuscht. Der Chor, die Männer ganz in schwarz und die Damen mit rotglänzenden halblangen Jacken, stieg mit der vierstimmigen Motette „Komm, Heiliger Geist“ von Carl Reinthaler fulminant in das A-cappella-Konzert ein. Sowohl in leisen als auch in starken Passagen war jede Stimme klar zu unterscheiden und harmonierte perfekt.

Nachdem sich der Chor neu aufgestellt hatte, ging es mit „O sacrum convivium“, ein Stück für vierstimmigen Chor, von Oliver Messiaen weiter. Hier bestachen neben perfekt ausgeführten Crescendi wieder einmal sowohl leise als auch starke Abschnitte.

Erst nachdem das Ensemble fünf der insgesamt neun Werke vorgetragen hatte, wagten einige Zuhörer einen zunächst vorsichtigen, dann aber frenetischen Applaus. Das war der Moment, als Eric Matz zur Orgelempore hochstieg, um das Präludium D-Dur BWV 532 von Johann Sebastian Bach zu spielen, ein willkommenes Intermezzo zur Konzertmitte, das ebenfalls mit viel Beifall bedacht wurde.

Sein großes Klangvolumen stellte das Ensemble, das Erik Matz seit 1998 leitet, in den nächsten beiden Werken unter Beweis. Immer auf den Punkt konzentriert gipfelte die Motette „Das ist mir lieb“ von Johann Hermann Schein in den Hallelujahs. Hier entfalteten sich die ganze Freude und das Engagement der Sänger. Die Klangfarben der Bässe und Tenöre füllten das Innere der Kirche, während sich die klaren Sopranstimmen selbst in höchsten Lagen nicht überreizten.

Modern bearbeitet und arrangiert waren die beiden letzten Stücke, das „Alleluja“ von Vytautas Miskinis für neunstimmigen Chor und sein „Te lucis ante terminum“ für achtstimmigen Chor. Jetzt wollte der Applaus kaum enden. Das Publikum wünschte eine Zugabe und bekam sie. „Wir singen ihnen eine frische Komposition von Sven David Sandstöm zu einem Text von William Blake ,To see World in a Grain of Sand‘“, so Matz. In diesem Stück war dann noch einmal alles drin, was das Ensemble zu leisten imstande ist. Wieder brauste lauter Beifall auf, wobei es einige Zuhörer nicht auf den Bänken hielt. Erst eine zweite Zugabe stellte das Publikum zufrieden.

Schöne Geste am Ende und Ausdruck eines gut harmonierenden Ensembles: Die Sängerinnen und Sänger zollten ihrem Dirigenten Applaus. (bbk, Kreiszeitung Syke, Montag, 02.06.2014)


09.12.2013, Landeszeitung für die Lüneburger Heide:

Das Licht in der Nacht

Chorkonzert in der St. Nicolaikirche

hjr. Lüneburg. Hell und Dunkel, das Licht in der Nacht: Weihnachten naht, der Stern über Bethlehem. Diese Symbole nimmt der Advent voraus, führt langsam auf das Fest. Das geschieht allzu häufig mit opulenter Pracht und fast erdrückender Wucht. Es geht auch behutsamer, leiser, substantieller. Einen solchen Weg beschritten die hervorragend präparierten Vokalisten des Hugo-Distler-Ensembles. Ihnen ist entflammte Euphorie eher suspekt. Unter Leitung von Erik Matz führte der Chor durch die wechselnden Farben der Vorweihnachtszeit. Ein Konzert der ungewohnten Töne, besinnlich im Charakter, Tiefe auslotend. Den Zuhörern in der gut besuchten Lüneburger St. Nicolaikirche gefiel die musikalische Einkehr außerordentlich.

Vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart reichte der Programmrahmen, den Ensemble und Dirigent mit sensiblem Gespühr für die markanten Stärken ausgesucht hatten. Den hohen Qualitätsanspruch bestätigten die Ausführenden erneut und garantierten einen mehr als beachtlichen Standard: Textverständlichkeit, exzellente Intonation, Ausgewogenheit der Stimmen, feinste Differenzierung. Fähigkeiten, die immer wieder staunen lassen.

Thomas Tallis war der älteste Komponist, 1505 geboren. Von ihm blitzte sehr kurz das fünfstimmige „O nata lux de lumine“ auf. Als jüngster Kollege stand der 58-jährige Christoph Burkhardt auf dem vielgestaltigen, dramaturgisch ausgeklügelten Programm-Plan. Dazwischen gab es manche Rarität und bekannte Namen wie Johann Sebastian Bach oder Felix Mendelssohn Bartholdy.

Eine sorgsam zusammengestellte Folge, die mehrfach durch Lesungen unterbrochen wurde. Burkhard Schmeer gestaltete mit sonorer Stimme und geschliffener Artikulation biblische und literarische Texte, vom Matthäus-Evangelium bis zu Clemens Brentano.

Im Zentrum Stand die Musik. „O nata lux“ von Morten Lauridsen faszinierte besonder: Weiches Kolorit, überstrahlt vom Sopran, wunderbar sphärisch schwebende Klänge, die das Pompöse konsequent meiden und gemaches Tempo bevorzugen. Erik Matz arbeitet mit seinem Chor intensiv, achtet auf Details, filtert Finessen und Essenzen aus den Noten, lauscht analytisch in die Werke, regt die Sänger zu bestechendem Timbre und lupenreiner Modulation an. Seltenheitswert hatte zum Beispiel „Nunc dimittis“ von Gustav Holst. Das Stück des „Planeten“-Komponisten zieht ein Sektrum zwischen Forte-Glanz und zartem Piano-Schmelz, vom Hugo-Distler-Ensemble bestens vitalisiert, genau wie Francis Poulencs „Hodie Christus natus est“.

Eine weitere Atempause gönnte Stefan Metzger-Frey den Choristen mit dem Orgelvorspiel zu Bachs „Nun komm der Heiden Heiland“. Das Publikum bedankte sich bei allen Beteiligten am Ende mit lang anhaltendem Applaus. (Heinz-Jürgen Rickert, Landeszeitung für die Lüneburger Heide, 09.12.2013)


18.11.2013, „Barftgaans“ – Das Magazin für in und um Uelzen:

Voller Klage und Kündungsgewalt

Oratorisches Abschlusskonzert zur Veranstaltungsreihe „75 Jahre Reichspogromnacht“
Von Barbara Kaiser

... Die Erinnerungswoche in Uelzen - „Als die Synagogen brannten“ - fand mit einem Oratorienkonzert beeindruckenden wie sinngewaltigen Abschluss. Kantor Erik Matz hatte seiner Kantorei, die gemeinsam mit dem Hugo-Distler-Ensemble Lüneburg, instrumental unterstützt von der „Camerata“ und der „ElbtonalPercussion“ Hamburg, sang, ein schwieriges Repertoire verordnet. Es bleibt die beunruhigende Frage, wann er seine Sänger mit noch größeren Projekten überfordern wird.

In der Aufführung von Michael Tippetts „A Child of our Time“ und Leonard Bernsteins „Chichester Psalms“ waren sie es nicht. Da erwies sich der große Chor als ein Ensemble voller Klage- und Kündungsgewalt, getragen vom leidenschaftlichen Engagement aller Beteiligten. Nie schwerfällig im Tuttigesang, nie triumphierend selbstgerecht, erklangen sicher geführte Stimmen, die den Partituren in die Verästelungen ihrer Seele folgten. ...


19.11.2013, Allgemeine Zeitung Uelzen

 Das Kirchenschiff durchflutend

Konzert der St.-Marien-Kantorei vollendete Veranstaltungsreihe zur Reichspogromnacht

Uelzen. Was für ein tief beeindruckender, emotional stark anrührender Abschluss der Reihe „Als die Synagogen brannten“ am Sonntagabend in der Uelzener St.-Marien-Kirche: Tippets Werk „A Child of our time – The darkness declares the glory of light“ ist eine eindringliche Mahnung. Volle monumentale Wucht, ausdruckskräftig, stimmgewandt. Und darin enthalten an zentralen Stellen fünf kunstvoll gestaltete, flutende Gospel – auswendig und bis in die einzelne Silbe gestaltet von der St.-Marien-Kantorei und dem Distler-Ensemble – im weltweiten Verständnis der Auflehnung gegen jedwede Unterdrückung.

Insbesondere „Go down Moses“ imponierte. Teilweise unisono vom Chor gesungen, teils verstärkt durch Orchesterinstrumente und dann „to let my people go“ mit dynamischen Steigerungen als Cantus-firmus-Satz gesungen. Aber Anderes ging auch unter die Haut. Die vier exzellenten Solisten (Marion Costa, Uta Runne, Andreas Post, Tobias Schabel), wobei der Tenor besonders herausragte, hatten in den drei Teilen des Werkes verschiedene Funktionen.

„Zeige mir meinen Schatten und mein Licht, so wird ich endlich ganz“, dieser zentrale Schlüsselsatz zu Beginn des Finales ist nach Tippets Worten die einzige Wahrheit, die ausgesprochen werden kann. Man solle die eigenen Schattenseiten bei sich akzeptieren. Geht es anfangs noch darum, dass „wir wie Saat vor dem Wind sind“, deutet sich am Ende an, dass die Saat wachsen kann, dass eine lebensfördernde Entwicklung möglich ist.

Das Werk endet mit der Anrufung Gottes „Lord“ im Unisono aller Musizierenden. Darunter auch das Orchester Hamburger Camerata, das ebenfalls gut vorbereitet den Wechsel der Empfindungen und Ereignisse in variablen Klängen fein abgestimmt zum Chor und den Solisten darbot. Brandender Applaus!

Leonard Bernsteins Chichester Psalms, bezogen auf hebräische Psalmentexte, begann mit „Wach auf …“ (Psalm 108,2) das Kirchenschiff durchflutend, durchjagend. Unüberhörbar, dass Elbtonal Percussion Hamburg mit dabei war. Auch der zweite traumhaft-lyrische Satz ließ den Atem stocken, beeindruckte er vor allem durch den von zwei Harfen begleiteten hellen Altus Jakob Lipinsky im Wechselspiel mit dem Chor. Das Werk hat seine musikalischen Herausforderungen, vor allem rhythmisch und dann noch in hebräischer Sprache, was der Chor jedoch – gut vorbereitet von Dirigent Erik Matz – hervorragend meisterte.

Jedes Wort, jede Phrase, jeder Spannungsbogen kam zur Geltung, wie schon beim Tippert. Freude und Frieden wider Trauer und Krieg – es wurde vielstimmig gelitten, jubiliert, gefleht, unterstützt mit sanften und tobenden Klängen der Instrumentalisten. Dynamisch intensiv.

Am Ende heißt es: „Seht doch, wie gut und schön ist es, wenn Brüder (und Schwestern) miteinander in Eintracht wohnen.“ Großartig, was Kirchenmusiker Erik Matz präsentierte. (Ute Bautsch-Ludolfs, Allgemeine Zeitung Uelzen, 19.11.2013)


27.02.2013 - Kreiszeitung-Wochenblatt

Das ist reif für den Wettbewerb

Das Hugo Distler Ensemble singt „Neue Teutsche Lieder“

aat Salzhausen. Ein Potpourri aus „Neuen Teutschen Liedern“ von Orlando di Lasso, Volksliedern sowie romantischen Chorkompositionen von Reger, Schumann und Brahms hat das Lüneburger Hugo Distler Ensemble einstudiert. Der bestens disponierte Chor stellte sein neu erarbeitetes Programm unter der Leitung von Erik Matz am Wochenende in zwei Konzerten vor: in der Johannis-Kirche Salzhausen und in der Lüneburger Ritterakademie.

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Rezensionen

altHugo Distler (1908-1942) – Chorwerke
CD Thorofon (CTH 2551)
 

5. Oktober 2009 – CHOR und KONZERT (Heft 3/2009)

Die tragende Akustik der Lüneburger St.-Nicolai-Kirche bietet einen geeigneten Rahmen für die kirchenmusikalischen Kompositionen von Hugo Distler - bis auf op. 2 - aus dessen Lübecker Schaffenszeit. Der Raumklang vermag der rhythmischen Raffinesse dieser Werke die Schärfe zu nehmen und stellt sie gleichberechtigt neben die oft extremen melismatischen und harmonischen Ausreizungen des Textes. Eine große Vertrautheit des Chores im Umgang mit dem Werk seines Namensgebers bestätigt der erste Höreindruck sofort. Durch die Fähigkeit der selbstbewussten Führung aller einzelnen Stimmen wie auch deren Ausgewogenheit wird das Hören der Aufnahme zur Freude. Die durchgängige satte Klangtiefe des Chores bildet ein schönes Fundament, über dem sich die hohen Stimmen klangvoll entfalten können und den virtuosen Charakter der meisten Werke dadurch besonders fördern. Die enorme Bedeutung dieses Erneuerers der deutschen Kirchemnmusik hebt diese Aufnahme eindrucksvoll hervor.

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