Gestatten … der Chor

Hugo-Distler-Ensemble Das Hugo-Distler-Ensemble ist 1988 in Lüneburg erstmals unter diesem Namen aufgetreten. Heute besteht der Kammerchor aus rund 35 Sängerinnen und Sängern. Unter seinem Leiter Erik Matz widmet er sich vorzugsweise selten aufgeführter Chormusik verschiedener Stilepochen. Die Be­gegnung mit Werken seines Namensgebers Hugo Distler war prägend für den Chor: Distlers Bekenntnis zur musikalischen Tradition des 17./18. Jahrhunderts und die daraus für ihn erwachsenen Impulse für die Erneuerung der geistlichen (und weltlichen) Musik der Gegenwart spiegeln auch den Rahmen der musikalischen Arbeit des Ensembles wider.

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... die musikalische Leitung

 altseit 1998:
Erik Matz (Jg. 1966)
Kirchenmusiker

Kirchenmusikstudium an der Robert-Schumann-Hochschule, Düsseldorf (A-Examen 1993); Aufbaustudium im Fach Dirigieren / Chorleitung bei Prof. Volker Hempfling (Abschluss 1996); Kurse und Meisterkurse in den Fächern Orgel, Chorleitung und Dirigieren (u.a. bei Prof. Helmuth Rilling); Assistent des damaligen Landeskirchen-musikdirektors der Ev. Kirche im Rheinland, Christoph Schoener, Leverkusen-Opladen (1993 – 1995); seit 1995 A-Kirchenmusiker an St. Marien, Uelzen und Kirchenkreis-Kantor des Kirchenkreises Uelzen

Beim Chorwettbewerb „Cantemus 2004“ in Limburg und beim Niedersächsischen Chorwettbewerb 2009 erhielt Erik Matz mit dem Hugo-Distler-Ensemble Dirigentenpreise.

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... der Namensgeber

Hugo DistlerHugo Distler, geboren am 24. Juni 1908 in Nürnberg, gilt als bedeutendster Erneuerer der Kirchenmusik zu Anfang des 20. Jahrhunderts.

Nach seinem Studium am Leipziger Konservatorium (bei Hermann Grabner, Günther Ramin und Karl Straube) übernahm er 1931 das Organistenamt an der Lübecker St.-Jakobi-Kirche.

Da seine kirchenmusikalischen Möglichkeiten mit Beginn der Herrschaft der Nationalsozialisten immer mehr eingeschränkt wurden, nahm er 1937 eine Berufung zum Professor der Württembergischen Hochschule für Musik in Stuttgart an, wo er die Fächer Komposition und Orgel unterrichtete und den Hochschulchor leitete.
1940 erhielt er – als Nachfolger von Kurt Thomas – den Ruf als Professor an die Musikhochschule in Berlin-Charlottenburg.

Durch seine Arbeit als Leiter des Staats- und Domchores, den er 1941 übernahm, kam Distler wiederum in Konflikt mit den Nazis; so sabotierte die Hitlerjugend planmäßig die angesetzten Chorproben.

Distler war entsetzt über das geschehende Unrecht. Seine Arbeit, die ihm fehlende Zeit für seine Kompositionen, vor allem aber die maßlose Angst, schließlich doch noch zum Kriegsdienst eingezogen zu werden, zermürbten ihn derart, dass er sich entschied, seinem Leben ein Ende zu setzen.

– Hugo Distler starb am 1. November 1942. –

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